NACHRICHTEN

Abtswahl in Meschede
Abt Stephan Schröer zurückgetreten


Meschede. – Gut eine Woche nach dem Rücktritt von Abt Stephan hat die Gemeinschaft der Abtei Königsmünster am Morgen des 31. August seinen Nachfolger gewählt. Es ist Abt Dominicus Meier OSB. Abt Dominicus wurde am 10. Juli 1959 in Heggen geboren. Nach einer Lehre als Justizsekretär am Amtsgericht Grevenbrück trat er 1982 in unsere Gemeinschaft ein und studierte in Würzburg und Münster Theologie und promovierte anschließend in Salzburg im Bereich Kirchenrecht. 1999 habilitierte er sich in diesem Bereich und ist seitdem als ordentlicher Professor für Kirchenrecht an der Ordenshochschule der Pallottiner in Vallendar tätig. Außerdem ist er Mitarbeiter am Offizialat in Paderborn. In der Abtei ist er seit vielen Jahren Vertreter des Schulträgers an unserem Gymnasium und als solcher vor allem für die finanziellen Belange der Schule verantwortlich. Wegen seiner besonderen Kenntnis des Kirchenrechts ist Pater Dominicus bei vielen Ordensgemeinschaften ein häufig angefragter Ratgeber. 

Im Jahr 2000 war Pater Dominicus als Konventsvertreter unserer Gemeinschaft auf dem Generalkapitel und wurde dort in den Kongregationsrat gewählt. Direkt nach der Wahl wurde Abt Dominicus in einem ergreifenden kurzen Gottesdienst in der von Freunden des Klosters, Mitarbeitern und Schülern vollbesetzten Kirche in sein neues Amt eingesetzt. Die Abtsbenediktion wird ihm am 6. Oktober 2001 der Erzbischof von Paderborn, Johannes Joachim Kardinal Degenhardt, spenden. 



Priorinnenwahl in Kloster Kreitz

Neuss. – Am 5. Juli 2001 wählten die Benediktinerinnen in Kloster Kreitz in Neuss Sr. Bernharda Wichmann zur neuen Priorin. Geboren 1961 in Frankenthal in der Pfalz, trat sie nach einer Ausbildung zur Gemeindereferentin 1984 in Kloster Kreitz ein und legte dort 1990 ihre Ewige Profeß ab. Im Kloster selbst hatte sie bisher u. a. die Verwaltung inne. 

Sie löste M. Mechtilde Stöckmann ab, die mit Vollendung ihres 75. Lebensjahres und aus gesundheitlichen Gründen dieses Amt niedergelegt hatte. Aus dem Münsterland stammend war sie 1951 in Kloster Kreitz eingetreten und hatte 1956 ihre Ewige Profeß abgelegt. Als Meisterin leitete sie die besonders wegen ihrer Fahnen bekannte Stickerei des Klosters. M. Mechtilde diente ihrer Gemeinschaft in den letzten 16 Jahren als Priorin, zudem war sie noch von 1986 bis 1998 Präsidentin der Deutschen Föderation der Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament. Auch in dieser Aufgabe hat sie durch ihr gütiges Wesen viel Gutes gewirkt. „Das Spirituelle war mir stets das Wichtigste", sagt sie, und ihr Wirken gibt Zeugnis davon. 


Abtswahl in Scheyern
Bernhard Lambert beendet äbtlichen Dienst



Scheyern. – Auf seinen 70. Geburtstag hin hat Abt Bernhard Lambert seinen äbtlichen Dienst in neue Hände gelegt. Zum Nachfolger hat der Konvent von Scheyern P. Engelbert Baumeister zum 56. Abt gewählt. Abt Engelbert Baumeister ist 1935 in Scheyern in unmittelbarer Nähe des Kloster geboren und dem Kloster seit seiner Schulzeit am Humanistischen Klostergymnasium verbunden. Nach seinem Eintritt in Scheyern und dem Studium in Salzburg und Rom war er zunächst als Präfekt im Internat und Lehrer am Gymnasium tätig. Nachhaltig und weitsichtig hat er sich für die Berufsoberschule Scheyern eingesetzt und das angeschlossene BOS-Wohnheim betreut und geleitet. Abt Bernhard berief ihn 1974 zum Prior der Gemeinschaft, ein Amt, das er ununterbrochen bis zu seiner Abtswahl inne hatte. Als Pfarrer wirkte er seit 1982 in unserer Klosterpfarrei, 1999 wurde er zum Dekan des Dekanates gewählt. Die Abtsweihe empfing er am Fest Kreuzerhöhung, dem 14. September 2001. 



Cella auf der Reichenau

Reichenau. – P. Stephan Vorwerk (Gerleve) und Altabt Nikolaus Egender (Chevetogne) begannen am 1. September mit einem neuen Projekt auf der Reichenau. Sie wollen an die monastische Tradition dieser historisch bedeutsamen Stätte anknüpfen. Das „Ora et labora" wird aus dem Stundengebet bestehen und der Betreuung von Gästen.

Die neue monastische Cella ist eine Initiative von P. Stephan in Zusammenarbeit mit der Erzdiözese Freiburg. Hintergrund sind seine Erfahrungen im Heiligen Land, besonders die vier Jahre als Superior in Tabgha.